Mittwoch, 16. Januar 2008

you made me so very happy

Mittwoch, 14. November 2007

humming

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als das kind kind war
ging es mit hängenden armen,
wollte, der bach sei ein fluß,
der fluß sei ein strom
und diese pfütze das meer.
als das kind kind war,
wusste es nicht, dass es kind war,
alles war ihm beseelt,
und alle seelen waren eins.
als das kind kind war,
hatte es von nichts eine meinung,
hatte keine gewohnheiten,
saß oft im schneidersitz,
lief aus dem stand,
hatte einen wirbel im haar
und machte kein gesicht beim fotografieren.

als das kind kind war,
war das die zeit der folgenden fragen:
warum bin ich ich
und warum nicht du?
warum bin ich hier
und warum nicht dort?
wann begann die zeit
und wo endet der raum?
ist das leben unter der sonne
nicht bloß ein traum?
ist was ich sehe, höre und rieche
nicht bloß der schein
einer welt vor der welt?
gibt es tatsächlich das böse
und leute, die wirklich die bösen sind?
wie kann es sein, dass ich, der Ich bin,
bevor ich wurde, nicht war
und dass einmal ich,
der ich bin, nicht mehr der,
der ich bin, sein werde.

Dienstag, 30. Oktober 2007

...

intensive zwischenmenschliche beziehungen
das leben ist geprägt von unangemessenen intensiven, häufig wechselnden beziehungen.
bis auf einige ausnahmen, in denen beziehungen mehr als 2 jahre dauern, beträgt
die dauer etwa zwischen 5 und 20 monaten, bgleitet von mehreren trennungen
aus heiterem himmel. durch chronische gefühle von leere und langeweile werden beziehungen
schnell eingegangen, das alleinsein scheint unerträglich, bewusste partnerschaft findet nicht statt.
häufig werden vorschnell ehen eingegangen oder es erfolgt ein rasches zusammenziehen in
eine gemeinsame wohnung, meist durch einzug beim partner. die beziehungen zeichnen
sich dadurch aus, dass der beziehungspartner durch extreme verschiebungen zwischen
abwertung und idealisierung schwankt. dies ergibt sich bei der borderline-persönlichkeit
fehlenden "objektkonstanz", das heißt, es fehlt die fähigkeit, andere menschen als komplexe
menschen wahrzunehmen. die mitmenschen können einmal als wohltätig unterstützend
und einmal als grausam bestrafend erlebt werden. kennzeichnend ist auch, dass sich die borderline-
persönlichkeit in einer eben begonnenen beziehung scheinbar vollkommen aufgibt. es sieht so aus
als würde sie nur noch für ihren partner leben.

idealisierung/abwertung, schwarz-weiss-denken
bordeline persönlichkeiten entwickeln eine grosse abhängigkeit zum partner, der so lange
idealisiert wird, solange die bedürfnisse der BPS befriedigt werden. erfolgt eine zurückweisung
oder enttäuschung, verfallen sie ins andere extrem und werten den partner unnachgiebig ab.
es kann zu eskalierenden szenen kommen oder zu starken gefühlen der hilflosigkeit
bis hin zu selbstverletzungen oder gar suiziddrohungen bzw. versuchen.
genauso verhält es sich mit dem schwarz weiss denken. die ganze welt wird in gut und böse eingeteilt.
graue zwischentöne können nicht gesehen werden. wobei auch diese gefühle nicht konstant sind.
was heute noch gut bzw. böse war, kann morgen genau anders herum bewertet werden. in
der idealisierungsphase zeichnen sich die borderline-persönlichkeiten oft durch unheimlichen charme
und esprit aus, können jeden wunsch von den augen des partners ablesen und auch erfüllen.
in der abwertungsphase ist der partner der "letzte dreck" und auch hier scheint es,
dass die b-p. einen 7.sinn für die wunden punkte beim partner besitzt.
das selbstbild ist geprägt von extremen: manchmal hält sich die b-p- für den größten,
klügsten, tollsten menschen und eine minute später sieht sie sich selbst als den letzten dreck.
den grund für dieses verhalten nennt man spaltung.das bedeutet, dass eine umgebung so widersprüchlich
ist, dass einfach ein teil davon komplett ausgeblendet bzw. verleugnet wird,
um nicht verrückt zu werden. normale menschen sind abmivalent, das heißt, die können
zwei sich widersprechenden gefühlszustände auf einmal erfahren. borderline-persönlichkeiten
kennen nur das Entweder/Oder, wobei sie in diesem moment den jeweils anderen gefühlszustand völlig vergessen.
erfährt z.b ein kind von einer person, die ihm ansonsten nähe und geborgenheit geben soll,
s*x**lle gewalt oder gewalt in anderer form, so erlebt das kind seine umgebung als unerträglich
widersprüchlich und es blendet die eine oder andere seite vollkommen aus.
später als erwachsener, behält es dieses beziehungsschema bei, weil die erfahrung gemacht wurde,
dass nur so ein überleben möglich ist. mit diesem hintergrund ist auch das zwanghaft manipulierende
verhalten gegenüber anderen menschen zu verstehen. die spaltung ist ähnlich der dissoziiation,
eine nicht willentliche abspaltung des erlebens vom ich. [....]

panische angst vorm verlassen werden
wegen ausgeprägter abhängigkeit wird die borderline-persönlichkeit manchmal von panischer angst
vor dem verlassenwerden ergriffen. diese angst kann auch aus völlig eingebildeten gründen entstehen.
ursächlich entspringt sie aus dem verzweifelten bemühen um kontrolle ihrer zwischenmenschlichen beziehungen.
wenn die gewohnten mechanismen nicht mehr funktionieren. auf der einen seite ist dann das ausgeprägte
bedürfnis nach grosser nähe, nach symbiotischer verschmelzung vorhanden und auf der anderen gleichzeitig
die angst vor allzu grosser nähe, denn hier würde die B-P ihre kontrollmechanismen verlieren.
so muss sie verzweifelte anstrengungen unternehmen, um aus bedrohlicher abhängigkeit zu fliehen.
sobald jedoch zu viel abstand entsteht, verliert sie den kontakt m it teilen ihrer selbst und es entsteht
wieder eine panische angst des verlassenwerdens. die angst zeigt sich dann in völlig unangemessenen
aktionen, wie telefon-/sms/email-terror,aggressivem verhalten, körperlichem festhalten des partners
oder manipulativen verhaltensweisen wie vortäuschen von krankheit bis hin zu suiziddrohungen.
[......]
aus:borderline brach herz

Montag, 15. Oktober 2007

Here’s To Life

No complaints and no regrets.
I still believe in chasing dreams and placing bets.
But I have learned that all you give
is all you get so you give it all you got.

I had my share. I drank my fill,
and even though I’m satisfied I’m hungry still
to see what’s down another road,
beyond a hill and do it all again.

So here’s to life and all the joy it brings.
Here’s to life the dreamers and their dreams.

Funny how the time just flies.
How love can turn from warm hellos to sad goodbyes
and leave you with the memories you’ve memorized
to keep your winters warm.

There’s no yes in yesterday.
And who knows what tomorrow brings or takes away.
As long as I’m still in the game I want to play
for laughs, for life, for love.

So here’s to life and all the joy it brings.
Here’s to life.
The dreamers and their dreams.
May all your storms be weathered.
And all that’s good get better.

Here’s to life.
Here’s to love.
And here’s to you.

Komm mit, sagt der Mönch

von Angela Köckritz

Reise in ein verschlossenes Land: Die Generäle in Birma haben für den Moment gesiegt. Aber das Unglück des Volkes wird den Herrschenden keine Ruhe lassen


Rangun - Der Wahrsager betreibt sein Geschäft nebenher, im Hauptberuf ist er Regierungsbeamter. Sagt er. Jetzt lächelt er verlegen. Die Zukunft generell könne er ja voraussagen, aber diese Frage … Er kratzt sich am Kopf. Wie die Zukunft seines Landes aussieht? »Kann ich nicht sagen. Viel zu gefährlich.« Drei Dollar kostet »einfache Astrologie«, »das ganze Leben im Allgemeinen« neun Dollar. Auf der Sule Pagoda Street drängen sich die Handleser und Sterndeuter, doch keiner mag sagen, wie es in Birma weitergeht.

Zwei Wochen ist es her, dass das Regime die Demonstrationen in Birma gewaltsam niederschlug. Die Mönche, die zuerst auf der Straße gewesen waren, hatten die Rücknahme der drastischen Preiserhöhungen für Gas und Benzin gefordert. Bald kamen andere hinzu, die den Sturz der »Soldatenkönige«, der regierenden Militärjunta, wollten. Was als geistig-soziale Bewegung begonnen hatte, wandelte sich und weitete sich aus zum politischen Protest. Viele Mönche waren darüber nicht glücklich: Wären sie allein auf der Straße gewesen, wäre das Regime nicht eingeschritten, glauben sie.

Wie wirkt das Land, wie wirkt seine Hauptstadt, nachdem der Protest zum Schweigen gebracht wurde – wie sieht es aus, wie fühlt es sich an? Wird der Widerstand wieder aufleben, oder ist alles vorbei, die Friedhofsruhe gesichert, die sich die Generäle für ihre Diktatur wünschen? Birma ist nicht Nordkorea, kein totalitärer Orwell-Staat, in dem die Herrschenden ihre Untertanen bis in die letzte Hirnwindung kontrollieren. Man kann DVDs mit Hollywood-Filmen kaufen, al-Dschasira empfangen; wer clever ist (und nicht zu den Armen gehört), findet für sein Leben eine Nische. Ausländische Journalisten dürfen nicht frei arbeiten, kritische internationale Nichtregierungsorganisationen sind unwillkommen, aber das Land ist nicht hermetisch abgedichtet. Am Flughafen wartet man endlos lange auf den Koffer, im Augenblick wird alles genauestens untersucht, auch beim Zoll. Von dem »Touristenführer«, der sich so aufmerksam nach dem Beruf und den Interessen des Besuchers erkundigt, hält man sich besser fern.

Alltag in Rangun? Am Hafen spielen die jungen Männer chine lone, treten einen kleinen aus Schilf geflochtenen Ball in die Luft. Den longyi, den traditionellen Wickelrock, haben sie bis zu den Schenkeln hochgekrempelt, Tätowierungen winden sich um ihre Brust. Liebespaare liebkosen sich in den Parks. Auf den Märkten prüfen die Frauen Stoffe, wickeln sich in prächtige Blumenmuster und posieren darin vor ihren Freundinnen. Schön? Wunderschön. Alles wie immer? Lange nicht.Still ist der Morgen in der Shwedagon-Pagode, noch trauen sich nur wenige Gläubige hierher. Aus dem Nichts ist der junge Mönch aufgetaucht. Komm mit, ich muss dir was erzählen. Der Mönch ist 21 Jahre alt, auf seiner Oberlippe wächst weicher Flaum. Er ist untergetaucht, aus Angst vor den Soldaten, die nachts in sein Kloster kamen. Am nächsten Tag wird er seine Robe ablegen und nach Hause fahren. Die meisten Äbte haben ihre Mönche zurück in die Heimatdörfer geschickt. Auf Wunsch der Regierung. »Ich hasse sie«, sagt der Mönch, ganz unbuddhistisch.

weiterführender link:
www.zeit.de/2007/42/Birma

quelle: die zeit. de
text von Angela Köckritz

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Kein Dialog mit der Junta

Kein Dialog mit der Junta

Die regierenden Militärs hatten ein überraschendes Gesprächsangebot gemacht - wenn auch unter harten Bedingungen. Die Partei der birmanischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi lehnt ab.

Ein Sprecher der NLD sagte am Freitag, die Einladung zu einem Gespräch sei von offizieller Seite nicht ernstgemeint gewesen. Die Junta wolle, dass Suu Kyi etwas zugebe, was sie gar nicht getan habe.

Am Donnerstagabend berichtete das birmanische Staatsfernsehen, der oberste Militärchef General Than Shwe sei bereit, sich mit der Oppositionsführerin und Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zu treffen. Allerdings seien daran Bedingungen geknüpft: Suu Kyi müsse ihren Konfrontationskurs aufgeben und dürfe westliche Sanktionen gegen das Land nicht weiter unterstützen.

Das Angebot des Junta-Chefs ist von Exil-Birmanen mit Skepsis aufgenommen worden. "Viele Leute argwöhnen, dass die Vorbedingungen als Ausrede dienen werden, um die Gespräche platzen zu lassen", sagte Khin Maung Win von dem in Norwegen produzierten Oppositionssender Demokratische Stimme Burmas.

Die Bedingungen, die Than Shwe an eine Begegnung mit der Friedensnobelpreisträgerin von 1991 geknüpft hat, wiederholte das Sprachrohr der Regierung, die Zeitung Licht von Birma, am Freitag. Suu Kyi verfolge einen Konfrontationskurs gegen das Regime und habe zu "völliger Zerstörung" und Sanktionen aufgerufen. Wenn sie sich bereiterkläre, diese Pläne zu unterlassen, werde der General sich persönlich mit ihr treffen, schrieb die Zeitung.
Unterdessen haben die Militärs eine diplomatische Vertreterin der USA für Freitag zu einem Gespräch in die Hauptstadt Naypyidaw einbestellt. Worum es bei dem Gespräch der Geschäftsträgerin der US-Botschaft, Shari Villarosa, mit Mitgliedern der Regierung gehen werde, sei nicht bekannt, sagte Sean McCormack, der Sprecher des US-Außenministeriums. Auch sei unklar, ob nur Villarosa eingeladen worden sei oder auch andere diplomatische Vertreter.

In Rangun wurden derweil weitere Menschen verhaftet. Sie wurden wieder mitten in der Nacht aus ihren Betten gezerrt und weggeschafft, berichteten Einwohner. In der Nacht zum Donnerstag waren die Kommandos in der Nähe der Shwedagon-Pagode unterwegs. Sie suchten offenbar Menschen, die während der Demonstrationen in der vergangenen Woche am Straßenrand standen oder Fotos machten. "Ihr Verbrechen ist, dass sie geklatscht und die Mönche angefeuert haben", sagte ein Augenzeuge.




weiter siehe link:
Quelle:www.zeit.de/online/2007/41/birma-freitag

Donnerstag, 4. Oktober 2007

todesjahr 2007

~Michelangelo Antonioni
~Michael Brecker
~Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch
~Alice Coltrane
~Ingmar Bergman
~Marie Zimmermann
~Joe Zawinul
~Wolfgang Hilbig
~Marianne Fredriksson
~Paul Watzlawick
~Ray Evans
~Ernst Meyer
~Oswald Tschirtner
~Ulrich Mühe
~Max Roach
~Ulrich Plenzdorf
~George Tabori
~Wolfgang Hübener
~Marcel Marceau

Sonntag, 30. September 2007

smile

ist der mond aus kristall?

4kmrme1

sounds

literatur

robert creeley
selected poems

paul celan
die gedichte

josef haslinger
phi phi island

alan isler
op. non cit.

gregor hens
himmelssturz

pascal mercier
lea

friederike mayröcker
mein arbeitstirol

roland barthes
fragmente einer sprache der liebe

hans-magnus enzensberger
museum der modernen Poesie I & II

paul celan
mohn und gedächtnis

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