...

ich verstehe nicht woher dieser perfektionismus her kommt.
doch.
klar kann ich ihn nachvollziehen,
aber irgendwann muss doch auch mal ich bemerken
das er mich nicht weiter bringt.
eher im gegenteil.
er behindert mich.

ich bin sicherlich keine sängerin die sich bequem auf die bühne stellt
und sich selbst befeiert.
ich bin eher die, die völlig unsicher auf die bühne tritt
und sich ver-sucht.

sich versuchen
sich ver-suchen

das mit der musik,
mit dem musik-machen ist sehr sehr komisch.
bei mir ist es ambivalent.

einerseits habe ich das bedürfnis meinen gesang nach aussen zu tragen,
ich definiere mich sogar zum teil über meinen gesang.
auf der anderen seite stoße ich immer wieder-
gerade über meine präsenz auf blockaden.

die feedbacks die ich bekomme,
meistens von musikern,
-also auch "wichtige" differenziierte meinungen-
die sind völlig gegensätzlich.
die meisten sind entweder schwarz oder weiss.
niemand stellt mein talent in frage,
sogar ich tue es nicht,
aber manchen gefällt mein erscheinen auf der bühne
oder meiner performance im kl. raum.
anderen eben nicht.

ich kann mich nicht automatisieren.
ich tue es in so vielen bereichen,
aber in der musik will und kann ich es nicht tun.
ich habe auch nicht das bedürfnis es zu tun.
zumindest nicht bis zum endpunkt.

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